Allgemeine Arzneimittelwirkungen

Eine naturwissenschaftliche Erklärung der Wirkungsweise der Homöopathie steht noch aus. Die Wirkung kann dennoch folgendermaßen anschaulich gemacht werden: Jeder auf den Organismus wirkenden Reiz (Arzneimittel, Temperatur etc.) löst eine Reaktion in zwei Phasen aus:

  • Die Erstwirkung als unmittelbarer Einfluss des Reizes. Sie wird dem Organismus aufgezwungen.
  • Die Nachwirkung ist die Gegenreaktion des Körpers auf die ihm aufgezwungene Erstwirkung des Reizes, welche in jedem Fall vorhanden ist und immer dem genauen Gegenteil der Erstwirkung entspricht. Diese setzt ein, sobald die Erstwirkung abgeklungen ist.

Hier zwei Beispiele aus unserem Lebensalltag:

  • Der Genuss von Kaffee beispielsweise verursacht zuerst übermäßige Wachheit (Erstwirkung), die später von Schläfrigkeit (Nachwirkung) abgelöst wird
  • Bei einer kalten Dusche frieren Sie zunächst (Erstwirkung), danach stellt sich aber eine wohlige Wärme ein (Nachwirkung)

Das Prinzip der Nachwirkung beruht also stets auf dem Versuch des Organismus, sein Gleichgewicht wieder herzustellen.

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